

Benjes-Hecke
Lebendige Totholzhecke für Mensch und Natur
Es hört sich widersprüchlich an, aber eine vertikale, längliche Struktur aus toten Ästen, Zweigen und Wurzeln verschiedener Größe zieht Lebendiges magisch an. Als Gartenbesitzer bekommen Sie außerdem sofortigen Sichtschutz und Windschutz an Stellen, denen sonst diesbezüglich nicht beizukommen ist.
Sie benötigen etwas Platz dafür, in der Tat: seitlich im Garten und abseits von Hauptweg, Zufahrt oder Terrasse, denn Sie sollten etwas Abstand halten können. Natur brauch Ruhe - und ist dann beruhigend.
Die Benjeshecke ist einfach konstruiert: mit ein paar Holzpfählen und etwas Draht stabilisiert, werden zurechtgeschnittene Äste etc. längs übereinander gelegt und etwas heruntergetreten, bis zur Zielhöhe von 0,8 - 1,8 m. Zur Hecke gehören rankende / klimmende Pflanzen, wie Efeu, Clematis, Zaunrübe, etc., die entlang gepflanzt werden.
Nun lässt man Natur kommen, betritt/verdichtet auf keinen Fall mehr, sondern legt nur noch nach, im Winter, mit neuem Geäst vom Gehölzschnitt. Küchenabfälle und anderes Kompostierbares gehören nicht in die Benjeshecke.
Natur stellt sich nach und nach ein: Käfer, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Nachtfalter ziehen ein. Holzpilze zermürben das Totgeäst zu deren Nahrung. Eidechsen und Spitzmäuse schmausen Würmer und Insekten, Ebenso: der Igel, die Blindschleiche, Singvögel, wie Zaunkönig oder Heckenbraunelle nesten sogar.
Verlegen Sie sich derweil einfach aufs Beobachten und Staunen. Werden sie einfach woanders wieder fleißig ;-)
Kompostmiete / Thermo-Komposter
Eigene Komposterde für den fruchtbaren Garten
Wenn man einen Garten am Eigenheim hat, ist richtiges Kompostieren von Küchen- und Gartenabfällen wirklich von großem Vorteil, denn man stellt eigene gute Komposterde für Pflanzungen und zum Mulchen her und reduziert das Müllaufkommen.
Wichtig zu beachten, für Geruchsfreiheit und um ungebetene Gäste nicht anzuziehen: Reste von Mahlzeiten, wie Wurst-, Käse-, Fleich-, Fischreste und sehr stärkehaltige Reste (Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot) dürfen nicht auf den Kompost. Damit ist eine aerobes (mit genügend Luftsauerstoff) verrotten eigentlich schon garantiert. Um den Kompost frei von Schadstoffen, wie z.B. Schwermetallen, zu halten, dürfen weder Hygienepapier, Papier oder Pappe hinein, auch wenn diese kompostierbar erscheinen. Dass keine Reinigungs- und Farbchemikalien, Kunststoff- und Metallabfälle hineingehören versteht sich eigentlich von selbst.
Der Kompost sollte in einer gut erreichbaren Gartenecke an eine schattigen Platz. Empfehlenswert bzgl. Wirksamkeit und auch Anblick ist auch ein geschlossener Thermokomposter. Die Feuchtigkeit lässt sich gut kontrollieren, und im Winter geht das Verrotten weiter, da der Kompost nicht durchfriert. Kompostwürmer, Regenwürmer, Asseln, etc. und die gesamte Organismenkette einschl. Bakterien und Pilzen stellen sich von alleine ein. Der Kompost ist damit ein ganz eigenes wertvolles Biotop im Garten.
Jedes zweite Jahr wird der Kompost "abgeerntet", d.h.: die unteren zwei Drittel sind "reif" können im Garten verwendet werden. das obere Drittel wird zur Unterschicht des neuen Komposthaufens. Bei genügend Platz arbeitet man mit zwei Kompostmieten oder thermokompostern, die im jährlichen Versatz befüllt werden und bis zum "Abernten" ruhe






